Aufgaben

Bei CERLECO arbeiten zurzeit vier einheimische ausgebildete Therapeutinnen, die aus dem Ort stammen. Sie wurden in verschiedenen Rehabilitationstechniken und -maßnahmen geschult. CERLECO bietet individuell-personenzentrierte therapeutische Interventionen und Förderungen, die an die jeweilige Pathologie und Fähigkeiten der Kinder angepasst werden.

Es kommen zurzeit ca. 100 Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Formen von Behinderungen. Neben dieser Förderung ist die Elternberatung und die Förderung der Eigenverantwortlichkeit des Dorfes eine extrem wichtige Aufgabe des Projekts. CERLECO wird aktiv durch die Eltern der Kinder und die Bewohner der Kommune unterstützt. Auch führt CERLECO individuelle Elternberatungen durch. Die Eltern werden in die therapeutische Arbeit ihrer Kinder einbezogen. Weiterhin übernimmt ein Elternrat viel Verantwortung für das Bestehen und die Weiterentwicklung der Einrichtung.

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Diese Schwerpunkte der Arbeit von CERLECO haben sich im Laufe der Jahre weiter entwickelt. Durch die schwierigen Voraussetzungen war es in der ersten Zeit wichtig, Zugang und Akzeptanz der Familien zu erreichen. Nur durch eine langsame, kontinuierliche und wertschätzende Arbeit mit den Familien konnte das Vertrauen dieser gewonnen werden. Dies war die Voraussetzung, um auf die Situation der Kinder mit Behinderung Einfluss zu nehmen. Eine langsame und ressourcenorientierte Vorgehensweise eröffnete für die Eltern und die Kommune eine Möglichkeit, aus der Passivität zu gelangen, Hilfe anzunehmen und sich aktiv für die Weiterentwicklung und Inklusion ihrer Kinder einzusetzen.

Methodik

Neben der Rehabilitation und der Förderung der Fähigkeiten geht es auch darum, die Selbständigkeit der Kinder und Jugendlichen zu erreichen. Dafür arbeitet CERLECO eng mit den Dorfbewohnern zusammen, um die Eingliederung der Kinder in der Region zu erleichtern. Die Bewohner haben einen großen Anteil an der Entwicklung des Zentrums.

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CERLECO schult Personal vor Ort im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe und zur Nachhaltigkeit des Zentrums in der Kommune San Pedro. Deswegen steht die ständige Schulung, Weiterbildung und Supervision des Personals im Mittelpunkt. Diese bilden die Basis des Projekts. Eine Inklusion der Kinder wird zudem gefördert durch die Beteiligung an öffentlichen Veranstaltungen und die regelmäßige Durchführung von Aktivitäten (Weihnachtsfeiern, Tag des Kindes, usw.) für die Familien, ihre Freunde und Förderer.

Neue Anregungen gelangen in das Zentrum durch wissenschaftlich begleitete Projekte der TU Dortmund. Die Projekte, die durch die Dortmunder Studenten durchgeführt werden, erlauben einen gegenseitigen gleichberechtigten Austausch von dem beide Seiten profitieren.

Die Arbeit und die Weitergabe von Wissen gelingt durch eine gleichgestellte Beziehung zwischen Frau Dr. Abarca, den Therapeutinnen, den Eltern, den Kommunenmitgliedern und anderen Dorfbewohnern, den Lehrern/Erziehern und den deutschen Studenten. Durch die hohe Eigenbeteiligung können die Beteiligten sich selbstwirksam erleben. Eine nachhaltige Veränderung der Gesellschaft erreicht CERLECO nur, indem alle Teilnehmer selbst bestimmen, in welchem Ausmaß und in welcher Geschwindigkeit Veränderungen stattfinden. Eine weitergehende Verbreitung der Inklusionsidee wird erreicht, in dem das Projekt als Modell fungiert. Ecuadorianische Praktikanten anderer Einrichtungen besuchen regelmäßig CERLECO.

Übergreifend steht die Betrachtung der Partizipation: Menschen mit Behinderungen und ihre Familien sind keine passiven Empfänger karitativer Maßnahmen sondern entscheiden selbst mit und sind aktive Teilnehmer im Prozess der Inklusion.

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